HELLEN KWON , Gesang ( Staatsoper Hamburg )
stammt aus Seoul und studierte von 1979 bis 1984 an der Musikhochschule Köln bei Dittger Jacob. 1984 gab sie ihr Operndebüt als Königin der Nacht in »Die Zauberflöte« am Staatstheater Wiesbaden. Einen bedeutenden Erfolg feierte sie als Alexis in Rolf Liebermanns Oper »La Forêt«, die 1987 am Grand Théâtre de Genève uraufgeführt wurde. 1988 gab sie als Blumenmädchen (»Parsifal«) ihr Bayreuth-Debüt unter James Levine. 1989 war Hellen Kwon zu Gast bei den Festspielen in Aix-en-Provence als »Königin der Nacht««. Diese Rolle sang sie ebenfalls 1990 bei den Glyndebourne-Festspielen, bei den Münchener Festspielen sowie bei den Israel Festspielen mit der Wiener Staatsoper. 1991 debütierte sie als Blonde (»Die Entführung aus dem Serail«) bei den Salzburger Festspielen. 1987 wurde Hellen Kwon Mitglied des Ensembles der Hamburgischen Staatsoper. Die Sopranistin stand hier bereits in vielen Rollen ihres Fachs auf der Bühne, so als Susanna in »Le Nozze di Figaro«, Konstanze in »Die Entführung aus dem Serail«, Liù in »Turandot«, Gilda in »Rigoletto«, Nedda in »I Pagliacci«, Oscar (»Un Ballo in Maschera«), Musetta (»La Bohème«) und immer wieder als Königin der Nacht. An der Hamburgischen Staatsoper erweiterte sie auch ihr Repertoire um Partien des dramatischen Fachs wie Violetta in »La Traviata«, Donna Anna in »Don Giovanni«, Fiordiligi (»Così fan tutte«) und Cio-Cio San in »Madame Butterfly«. In der Operette »Die Fledermaus« war sie zunächst Adele und später Rosalinde. 2005 gab Hellen Kwon ihr Rollendebüt als Senta in »Der fliegende Holländer« und als Agathe (»Der Freischütz«) erst in Seoul, dann in Hamburg.
Krisztina Laki /Lucetta Bizzi
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